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Fragen an den Schöffenrat beanspruchen die meiste Zeit der Gemeinderatssitzung.

Gemeenerot Patrick Frieden René Sertznig Claude Wagner

Im Eiltempo werden einstimmig die Jahressubsidien an die lokalen Vereine bewilligt, Grabkonzessionen erteilt sowie folgende Akten und Konventionen genehmigt: Konvention PAP „Paradäis“. Hier entstehen insgesamt 22 Wohneinheiten längs der Route de Machtum, neben dem Polizeigebäude. Rat René Sertznig (DP) möchte wissen, ob an dieser Stelle keine Probleme mit Fledermäusen aufgetaucht sind und ob gegebenenfalls, falls Probleme beim Verkauf der nur etwas über 5 m breiten Einfamilienhäuser entstehen sollten, die PAP Prozedur für eventuelle Änderungen erneuert werden müsste? Bürgermeister Léon Gloden (CSV) antwortet, dass keine Probleme mit Fledermäusen bekannt sind und bejaht den zweiten Teil der Frage.

Eine Konvention mit dem Erziehungs- und Jugendministerium sieht einen Beitrag des Ministeriums von 392.500 € an den Umänderungs-und Infrastrukturkosten der „Zéintscheier“ vor. Eine weitere Konvention mit dem CRIAJ regelt die Leistungen und Verpflichtungen der Parteien (Staat, Gemeinde und CRIAJ) für den Betrieb des Jugendhauses. Ein Reglement und ein Taxenreglement regeln die Nutzung des Kellers der „Zéintscheier“.

Schöffin Monique Hermes (CSV) macht dem Gemeinderat die freudige Mitteilung, dass die Frantz Seimetz Ausstellung das Label ‚2018-année européenne du patrimoine culturel‘ erhalten hat.

Der Punkt „Fragen an den Schöffenrat“ wird von den Ratsmitgliedern nicht nur für Fragen genutzt, sondern auch um Feststellungen zu machen. So befasst sich Rätin Liane Felten (CSV) mit fehlenden Kinderkrippen für die grossen Betriebe auf Potaschberg, mit der Maison Relais, wo zurzeit Ein- und Ausgangkontrollen nicht funktionieren, mit dem Grünabfallcontainer beim Camping, der dort keinen guten Standort hat. Sie stellt ausserdem fest, dass auch der Kulturhuef das europäische ‚label: Europe of culture‘ erhalten hat und teilt mit, dass die Integrationskommission sich dieses Jahr am folkloristischen Umzug des Trauben- und Weinfestes beteiligen wird. U.a. bedankt Rätin Martine Cognioul-Loos (CSV) sich für das Aufstellen von zusätzlichen Bänken auf dem Spielplatz an der Moselpromenade, möchte aber wissen, warum zurzeit Arbeiten an dem Hauptspiel ausgeführt werden. Der Bürgermeister informiert, dass der Belag regelmässig alle paar Jahre ersetzt werden muss. Rat Claude Wagner (DP) bedauert in diesem Zusammenhang, dass gerade während der Osterferien, bei bestem Wetter, der Spielplatz nicht genutzt werden konnte, die am nächsten zur Mosel gelegene Terrasse nicht geöffnet hatte und auch das Kulturcafé geschlossen war.

Rat René Sertznig (DP) bedauert, dass mindestens ein Teil des Gemeinderates bei den Planungsarbeiten zum Um- und Ausbau des Kulturzentrums bisher nicht mit einbezogen wurde. Da der Bürgermeister anlässlich der Generalversammlung des ‚Syndicat d’Initiative et du Tourisme‘ davon sprach, dass die künftige Infrastruktur ebenfalls auf den MICE (meetings, incentives, conventions, events) Bereich zugeschnitten wird, richtet er einen eindringlichen Aufruf an den Schöffenrat, die Parkplatzsituation in die Planungen mit ein zu beziehen, umso mehr das bereits bestehende Problem während der Sommermonate durch Freibad und Schiffsfahrten sich durch Kongresse und andere Veranstaltungen erheblich vergrössern wird, sollten keine geeigneten Massnahmen getroffen werden. Sertznig erachtet es als unerlässlich, dass ein Parking mit Ein-und Ausfahrt in der Route du Vin zu planen ist, damit nicht noch mehr Autoverkehr durch die Wohnstrassen rund um die Route de Trèves geleitet wird. Er hofft inständig, dass Unzulänglichkeiten, wie sie beim Bau der Sporthalle aufgetreten sind und die sich demnächst bemerkbar machen werden, beim Um- und Ausbau des Kulturzentrums nicht wiederholen. Diese Worte veranlassen Bürgermeister Léon Gloden (CSV), von populistischen Aussagen zu sprechen. Woraufhin René Sertznig (DP) konkret wird: Der Tischtennisverein kann aus Platzmangel keine zwei Mannschaften gleichzeitig bei Heimspielen antreten lassen. Wenn die ‚Happyrobics‘ üben, kann nicht gleichzeitig der Tischtennisverein trainieren. Und dann sollen beide Vereine sich auch noch mit dem neugegründeten Gymnastikverein den Raum teilen. Des Weiteren, wenn in der Sporthalle viele Zuschauer ein Spiel ansehen möchten, haben etliche nur einen eingeschränkten Blick aufs Spielfeld, weil Betonpfosten die Sicht behindern. Rätin Tess Burton schliesst daran an und macht auf das Parkproblem aufmerksam, das bei den Sportinfrastrukturen entstehen wird, sollten gleichzeitig Veranstaltungen innen und aussen stattfinden. Sie ist der Meinung, dass es höchste Zeit ist, das Problem, das sie bereits mehrmals zur Sprache brachte, endlich anzugehen.

Rat Patrick Frieden (DP) macht auf das ungelöste Geruchsproblem im Bistro Quai aufmerksam, das vermutlich durch die Küchen Abzugshaube entsteht, die neben der Raumluft auch noch Luft aus der Kanalisation anzieht. An einer Lösung wird gearbeitet. Weiter bittet Patrick Frieden darum, bei Vereinsfesten auf dem Marktplatz, wenn gleichzeitig ‚foodtrucks‘ dort stehen, eine Lösung zu finden, dass die Vereine eine gewisse Entschädigung erhalten. Bürgermeister Léon Gloden (CSV) findet den Vorschlag eine gute Idee und meint, dass die Entschädigung in Form einer freiwilligen Spende geleistet werden könnte.

Zum Schluss bittet Rätin Tess Burton darum, dass kommendes Jahr am Oster Wochenende nicht bereits freitags der Parkplatz ‚Schweinsmoart‘ gesperrt wird. Der Bürgermeister teilt mit, dass er bereits mit dem Leichtathletikverein gesprochen hat, und dass im kommenden Jahr der Parkplatz erst samstags gesperrt wird.